Single and Looking

Partnerportale erfreuen sich großer Beliebtheit, der eine oder die andere verbuchen nach mehreren Versuchen erste Erfolge. Was aber wenn sich das gesuchte Gegenüber partout nicht finden lässt, die bessere Hälfte nicht existiert oder der jetzige Partner nicht mehr so frisch ist wie früher?

Socken habe die Angewohnheit nicht wieder aus der Waschmaschine zu kommen, eingelaufen zu sein oder ganz im Sinne des heutigen Zeitgeistes lieber Single zu bleiben.

Versuchen Sie es auf die moderne Art mit Klonen. Jedes Familienmitglied bekommt nur eine bestimmte Sockenmode, jeweils in seiner Lieblingsfarbe. So fällt Schwund kaum auf und das Sortieren wird einfach. Das Verblüffende: es sind genügend Partner vorhanden – sind diese aufgebraucht, gibt es neue.

Wer dennoch an 15 unterschiedlichen Paaren hängt, kann nach dieser Vorlage eine wunderbare „Partnerbörse“ nachbauen.

Cordula

A house is not a home…

„A house is not a home“ sang Dionne Warwick in den 60igern und spielte mit diesen Zeilen auf den feinen Unterschied von Haus und Zuhause an. Schon seit Kindertagen habe ich das Gefühl, dass hinter den beiden Worten ein unterschiedlicher, ganz eigener Kosmos steht, der viel mehr ausdrückt, als die symbolischen Buchstaben es können. Bei dem Wort Haus, denke ich an meine ersten Kinderbilder, auf denen ich stolz ein rotes Backsteinhaus setzte mit einem Spitzdach und mittig angeordneten Fenstern und einer Tür. Das Haus war nicht abgemalt, sondern entsprach vielmehr dem Archetypus eines Hauses. Gemeint war Stein und Schutz. Später dann schlich sich das Wort „Zuhause“ in mein Bewusstsein, rasch gefolgt von dem etwas süddeutsch geprägten Wort „Heim“. Niemals klärte ich bewusst die Begrifflichkeit, aber stets wusste ich, dass dem Wort Zuhause noch viele weitere Worte nachklangen. Es war Geborgenheit, es war Familie, es war der spezifische Duft meines Elternhauses, es waren die Wiederholungen verpatzter Triller am Klavier, der Streit und die Versöhnung mit dem Bruder, die Aufregung am Vorweihnachtsabend, die feuchte Herbstluft im Garten, der Klang des Dorfes. All die Zeilen reichen nicht aus, um zu beschreiben was noch mitklingt. Sicher aber ist, dass das Zuhause mit viel Lebendigkeit zu tun hat, mit einem Wechsel aus Schutz und Rückzug und Offenheit und Begegnung, mit einer Summe an Erinnerungen und einer Fülle an Bildern. Das Zuhause äußert sich durch Ästhetik, sinnliche Erlebnisse, Traditionen und durch Schöpfertum. Aber vor allem ist es der Ort an dem sich manifestiert, was wir leben wollen. Es ist Idee und Intention der Bewohner, die im Zuhause verwirklicht werden soll. Dann wird aus einem Haus ein Zuhause.

Cordula Ropohl-Berendt